Bewegtbild, Video und Animation in der Marketingkommunikation

Bewegtes Bild hat viele Fähigkeiten und wird vom Betrachter deutlich besser wahr- und aufgenommen als Textmaterial. Vieles spricht für bewegtes Bild, was es zu einem attraktiven Medium für Image, Sales und Kommunikation macht.

In einer Studie hat Internet Retailer festgestellt, dass über die Hälfte der Betrachter von Bewegtbild dieses sowohl ein zweites Mal ansehen als auch positiv bei der Kaufentscheidung beeinflusst werden, wenn der Inhalt relevant ist. Dabei profitieren Unternehmen von der deutlich einfacheren Möglichkeit, komplexe Dinge verständlich und Mehrwerte aufmerksamkeitsstark darzustellen.

Dies gilt nicht nur für Verbraucher: Auch 75 % der Führungskräfte geben an, mindestens einmal wöchentlich Erklärvideos oder Videos im geschäftlichen Bereich zu schauen (eMarketer, Forbes).

 

YouTube als Gewinner gegen Google in der Beantwortung von Suchanfragen

2018 hat es YouTube geschafft, Google in der Anzahl der Nutzer zu überholen.

Grund für die gestiegene Sichtbarkeit von YouTube ist das steigende Nutzerinteresse an Bewegtbild-Content. Dies wird ergänzt von einigen Änderungen im Suchergebnis-Layout, über das bei Suchen nun mehr Videos angezeigt werden. Laut Angaben von YouTube besuchen monatlich 1,9 Milliarden eingeloggte Nutzer YouTube; in Deutschland nutzen über 75 % aller Einwohner YouTube. Dabei findet mehr als 70 % der YouTube Watchtime auf Mobilgeräten statt.

Diese Möglichkeit können Unternehmen über Erklärvideos perfekt nutzen. Sucht ein User in der relevanten Kategorie, werden auch im B2B-Bereich vorhandene Videos angezeigt und von dort gelangt der User zu YouTube, respektive der Website des Unternehmens. Dabei werden Suchanfragen sogar 50 mal häufiger auf der ersten Seite angezeigt, wenn ein Video enthalten ist (Forrester Reaserch)

Dieser Fakt ist übrigens auch für das Thema Newsletter relevant: Allein das Wort Video in einer Marketing-Mail erhöht laut Experian die Klickrate um 7 bis 13 %.

 

Die Unterscheidung der einzelnen Bewegtbild-Medien

Video

Ein Video ist gefilmtes Material, das anschließend im Sinne der Kommunikation und des Corporate Design mit Elementen ausgestattet wird, die dem Betrachter zusätzlichen Inhalt bringen beziehungsweise dem Unternehmen zuordenbar machen. Die Produktion eines Videos bedarf eines Storyboards für Sequenzen und Zeiten, der Filmphase und der Bearbeitung danach. Je nach Inhalt, Länge und Zielgruppe kann sehr spezifisch Know-how vermittelt werden. Deshalb sind Videos neben dem Einsatz in Consumer-Märkten auch ein effektives Mittel für B2B-Kommunikation.

Beispiel: Erklärvideo für den RUF Brikettiersysteme

 

Erklärvideo oder Animation

Ein Erklärvideo – häufig auch Animation genannt – stellt komplexe Sachverhalte auf einfache Weise über Bewegtbild dar. Meist werden hierzu gezeichnete und animierte Bilder verwendet, die ermöglichen, dass man Dinge auf das Wesentliche reduziert. Die Bildsprache ist komplett frei. Es können reine Zeichnungen eingesetzt werden, die dann mit Schrift, Corporate-Design-Elementen und gesprochenem Wort oder Musik kombiniert werden. Daneben ist die Kombination mit Bildmaterial oder Videomaterial gegeben – den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt.

Wie bei Video wird vorab über ein Storyboard geklärt, wie die einzelnen Sequenzen stattfinden. Die Art und Weise der Zeichnung innerhalb des Erklärvideos sollte ebenfalls vorher abgestimmt sein. Wichtig ist, dass der Einsatz von Elementen, Farben, Motiven und Stimmung so gewählt wird, dass eine klare Zuordnung zum Unternehmen erkennbar ist.

Beispiel: Animation für BASF zum Thema Risk Management

Animated GIF

GIF (Graphics Interchange Format) sind bewegte Bilder, die durch das Format auf ein sehr kleines Datenvolumen komprimiert sind. Daher können sie in allen Medien als „Hingucker“ perfekt eingesetzt werden. GIFs ermöglichen Animationen, indem mehrere Einzelbilder in einer Datei gespeichert werden. Auch Videoausschnitte lassen sich in eine GIF-Datei umwandeln. Daher sind GIFs besonders beliebt für die Werbung in den Social Media, eignen sich aber auch im Bereich Newsletter-Marketing bestens. Die Erzeugung ist schnell und einfach, deshalb ist der Einsatz auch mit geringem Budget möglich.

 

Allonge

Eine Allonge bezeichnet im Marketingbereich eine Schlusssequenz für einen bestehenden Film, der für den jeweiligen Einsatz individualisiert werden kann. So können zum Beispiel für verschiedene Zielgruppen unterschiedliche Sequenzen erstellt, Spezialaktionen beworben oder Adressen genannt werden. Allonges finden vor allem bei der Produktwerbung für Markenartikel ihre Verwendung und besitzen ein hohes und zielgruppengenaues Aktivierungspotenzial.

 

Der Einsatz von Bewegtbild in der Kommunikation

Die Erstellung eines Erklärvideos oder Videos soll sich für Unternehmen rentieren: Eine hohe Sichtbarkeit erreichen Unternehmen über Bewegtbild vor allem dann, wenn es in vielen Kommunikationskanälen ausspielt wird. Basis ist das Einstellen in YouTube. Von dort wird es über einen Channel auf der Website oder im Webshop des Unternehmens gezeigt. Parallel dazu sollte es bei Facebook, Instagram, TikTok, LinkedIn, XING oder anderen Kanälen gepostet werden, die Auswahl erfolgt für die Sozialen Medien, die für das jeweilige Unternehmen relevant sind. Die Verlinkung in Newslettern oder auf themenrelevanten Webplattformen bietet ebenfalls Potenzial für eine schnelle Verbreitung in der Zielgruppe.

Spannend ist der zusätzliche Effekt: Die hohe Multiplikation sorgt dann wiederum für eine höhere Sichtbarkeit der Website und dafür, dass die Google-Rankings positiv beeinflusst werden.

 

Bewegtbild - die Zusammenfassung

Durch die allgemeinen Usergewohnheiten, die einfachere Erzeugung von Bewegtbild mit moderner Technik und den Vormarsch der Digitalisierung ist Bewegtbild immer mehr im Fokus der Kommunikation. Gerade weil hier den Inhalten im B2B-Bereich die Komplexität und Schwere genommen wird, ist das Thema Animation, Erklärvideo und Video auch für den Mittelstand und die Großindustrie wichtiger denn je. Oft liegt die Würze in der Kürze. Damit wird der User unterhalten und der Aufwand in der Produktion hält sich zeitlich und finanziell in Grenzen.

 

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